CrossOver Marketing für Handel und Kultur

Guerilla Marketing für den Mittelstand?

Guerilla Marketing für den Mittelstand?

By am Mai 24, 2016 in Blog | 0 comments

Volle Briefkästen und Treppenhäuser, Werbeblöcke im TV, Anzeigen in Zeitschriften, Banner & Co. – Was wirkt eigentlich noch? Das Ansprechen von potenziellen Kunden mit konventionellen Methoden ist im Zeitalter von Informationsüberfluss und Werbung-Reizfilter bei den Menschen nicht mehr effektiv. Wir vertreten die Meinung: Vor allem der Mittelstand, der mit ‚kleinem Budget‘ große Wirkung erzielen muss, könnte im Guerillia-Marketing seine Königs-Disziplin finden.

Jeder Konsument wird täglich mit über 13.000 Werbebotschaften konfrontiert, bereits beginnend beim Radiowecker in den frühen Morgenstunden. Die Überlastung von Kunden durch diese Werbedichte hat zur Folge, dass Werbung zunehmend als störend empfunden wird und ihre Wirkung schlicht verfehlt. Der Fokus der Werbetreibenden sollte somit verstärkt auf alternative Werbeformen gerichtet sein. Die Fragen, die man sich mittel- und langfristig für sein erfolgreiches Marketing stellen muss, lauten aus unserer Sicht:

  • Wie kommen meine Marketing-Maßnahmen, speziell meine Werbung, beim Kunden nachhaltig an?
  • Wie gelingt es mir mein Produkt, meine Botschaft oder meine Dienstleistung erfolgreich zu vermarkten?
  • Wie setze ich mein Marketing-Budget so ein, dass es keine Eintagsfliege ist, sondern jeder ausgegebene Euro auch schon in die Zukunft einzahlt?

Immer häufiger lautet unsere Antwort für den Mittelstand: Think different! – … und genau an diesem Punkt knüpft Guerilla Marketing an.

„Guerilla Marketing ist ein dynamisches Werbeprinzip. Es funktioniert raffiniert, unkonventionell, überraschend und mit einfachen Mitteln. Guerilla Aktionen verlaufen spektakulär, um die Aufmerksamkeit eines bestimmten Zielpublikums sowie der Medien zu gewinnen und deren Mitteilungsbedürfnis anzuregen. Auf diese Weise wird anschließend die Botschaft verbreitet.“ (David Eicher, Geschäftsführer der Agentur webguerillas)

Also, Guerilla Marketing zielt in erster Linie darauf ab, sich von den Marketingaktivitäten der Wettbewerber abzugrenzen, anders zu sein und aufzufallen. Schluss mit Werbemüdigkeit – es geht um Spaß, Unterhaltung und Sympathie. 

Dabei gilt das Motto hinter der Strategie: Geringer Mitteleinsatz – Große Wirkung.

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Guerillia-Marketing ist genau deshalb für kleine und mittelständische Unternehmen eine attraktive Möglichkeit ihren Bekanntheitsgrad zu erweitern. Wo das Budget für Marketingmaßnahmen knapp ist, muss überlegt werden, wie man mit wenigen Ressourcen viel und nachhaltig erreichen kann. Aus eigener Erfahrung können wir bestätigen, dass jeder Unternehmer mit wenig finanziellem Aufwand große Ergebnisse erzielen kann. Kreativität und Köpfchen sind gefragt! Dabei kann die Umsetzung der Marketingstrategie sehr unterschiedlich auffallen, einmalige Eventaktionen an belebten Orten sind nur eine von vielen Optionen.

Auch die Platzierung von ungewöhnlichen Elementen an unerwarteten Orten garantiert Aufmerksamkeit. Ideen zu Aktionen, welche leicht umzusetzen sind, sind keine Grenzen gesetzt. Sei es die simple Rosen-Aktion eines lokalen Blumenhändlers, der einfach 100 Rosen mit kleinem Zettel an umliegenden Fahrrädern platziert (und somit im Handumdrehen die Brandawareness an einem Samstagmorgen steigert), oder ob man ein Kreidebild auf dem Gehsteig – ‚STOP | Hereinspaziert‘ – vor seinem Eingang malt. Man muss nur mal querdenken und machen!

Fest steht: In vielen Märkten werden die Produkte immer ähnlicher, der Wettbewerb wird härter, der Preiskampf wütet ununterbrochen. Wenn die angebotenen Produkte nicht mehr ausreichend faszinieren, dann muss es das Marketing – und das KOSTET in der Regel! Guerilla Marketing ist hier eine raffinierte Strategie, welche gleichermaßen auf Kundeninteresse und Unterhaltungswert setzt und dabei trotzdem das Vermarkten des eigenen Unternehmens zu geringen Kosten nicht aus den Augen verliert.

Natürlich, als relativ ‚junge‘ Form der Werbung spricht das Guerilla Marketing vor allem junge oder internetaffine Menschen an, die eine virale Verbreitung über soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram und Co. beschleunigen. Aber auch die Presse und andere Medien dienen als Katalysator, die – bei einer guten Idee – den Werbeprozess beschleunigen. Warum? Ganz einfach: Weil auch die Presse von querdenkendem Marketing profitiert. Stellen Sie sich vor: Die Menschen mögen Quergedachtes und die Presse wäre nicht dabei …, das kann sich die Presse heute nicht mehr erlauben.

Übrigens: Der Begriff Guerilla stammt ursprünglich von einer Kriegsführungsmethode ab. Er bedeutet in etwa „Angriff aus dem Hinterhalt“ und wurde Mitte der 1980er Jahre von Jay C. Levinson als Marketingbegriff geprägt.  Die Devise lautet: Laut statt langweilig!, und gilt heute mehr denn je.

Unsere 5 Guerilla Marketing-Tipps für den Mittelstand:

  1. Brand-Awareness ist erste Priorität! Geschickt und quergedacht angestellt wenden sich die Kunden früher oder später an das Unternehmen. Also: In kleinen Schritten zum Ziel. Es muss nicht immer gleich das Ziel ‚ACTION = UMSATZ‘ erreicht sein. Es gilt in erster Linie: ‚AWARNESS = AUFMERKSAMKEIT‘, … also Geduld haben.
  2. Vorrausschauend planen: Ab und an einen Blick auf den Kalender werfen und bevorstehende Ereignisse sinnvoll nutzen. „Voraus denken, statt überraschen lassen“ lautet die Devise.
  3. Um die Ecke denken: Die Richtige Kombination macht es aus! Ob Kurioses, Tabubrechendes oder Lustiges. Am besten ist es, wenn es auf den ersten Blick nicht wie Werbung aussieht.
  4. Zeit ist kostbar: So kurz wie möglich, so lang wie nötig!
  5. Am Ball bleiben: EINE erfolgreiche Kampagne ist gut, IMMER wieder ist besser! So lange, bis es dann irgendwann heißt: „… das sind doch die, die immer …“
  6. Einfach MACHEN! Und wenn man sich alleine nicht traut, dann findet man immer andere ‚Guerillas‘, die es auch gerne raffinierter, unkonventioneller oder lauter mögen.

FAZIT: Guerilla Marketing heißt querdenken und einfach MACHEN. Lust an Raffinesse, Unkonventionellem und vor allem Spaß sind Grundvoraussetzungen. „Ja aber … geht nicht weil …“ ist (sowieso) eine ‚No-Go-Floskel‘ und wer sich nicht alleine traut, der sucht sich andere Querdenker, mit ergänzenden Fähigkeiten. Dem Marketing-Budget tut es gut, der nachhaltigen Brand-Awarness erst Recht.  

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